Was tun bei Rückenschmerzen

WAS TUN BEI RÜCKENSCHMERZEN?

Rückenschmerzen können viele Ursachen haben!

Chronische Rückenschmerzen ohne Diagnose

Die häufigste Form von Rückenschmerzen sind sog. unspezifische Schmerzen. Dabei kann keine genaue Ursache gefunden werden. Neuere Forschungen haben gezeigt, dass die Faszien dabei eine wichtige Rolle spielen.

Faszien sind feinste netzartige Gebilde, die den ganzen Körper durchziehen und stützen. Unzählige Nerven-Enden befinden sich in diesem Bindegewebe. Durch Bewegungsmangel und fehlendes tägliches „Strecken und Recken“ können die Faszien verfilzen, wodurch diese Nerven gereizt werden und Schmerzsignale zum Gehirn senden.

Das Therapieziel besteht darin, die Faszien wieder zu lösen, Muskulatur und Bindegewebe geschmeidiger zu machen und so die Schmerzen zum Abklingen zu bringen. Hier sind gute Erfolge mit der WBA-Behandlung möglich, in Kombination mit Dehnung und einem geeigneten Training.

geeignete Therapieformen bei dieser Art von Rückenschmerzen:
geeignete Therapieformen bei dieser Art von Rückenschmerzen:

Lokale Schmerzpunkte

Häufig kommt es vor, dass sich einzelne Wirbel verschieben. Dies kann im Schlaf passieren, bei körperlicher Aktivität oder durch Schläge und Stürze. Es zwickt im Rücken oder die Kopf-Rotation ist eingeschränkt.

In solchen Fällen kann eine Behandlung mit der sanften Wirbeltherapie nach DORN wahre Wunder wirken.

Wenn der Wirbel wieder am richtigen Platz ist, verschwinden solche Schmerzen und damit verbundene Muskelverspannungen lassen nach.

Schmerzhafte Verspannungen

Muskuläre Verspannungen im Rücken sowie Schulter- und Nackenbereich sind weit verbreitet. Der Arbeitsalltag erfordert oft stundenlange gleichbleibende Belastungen, ob am Schreibtisch oder bei körperlicher Tätigkeit. Dadurch fehlt der natürliche Wechsel zwischen Spannung und Entspannung.

Ein permanent angespannter Muskel hat eine geringere Durchblutung und Sauerstoffversorgung, was über längere Zeit zu Überlastung und Verspannung führt. Bei chronischen Verspannungen reagiert auch das Bindegewebe mit Verklebung und Verhärtung.

Eine Klassische Massage lockert die Muskeln und regt das  Bindegewebe zu vermehrter Stoffwechseltätigkeit an. Dehnungen und gezielte Schmerzpunktebehandlungen sorgen zusätzlich für Erleichterung. Um die Einseitigkeiten des Alltags nachhaltig auszugleichen, ist ein ergänzendes Training sinnvoll.

geeignete Therapieformen bei dieser Art von Rückenschmerzen:
geeignete Therapieformen bei dieser Art von Rückenschmerzen:

Bandscheibenvorfall

Die Wirbelsäule ist ein architektonisches Meisterwerk. Als zentrale Achse des Körpers ermöglicht sie uns den aufrechten Gang. Sie schenkt uns hohe Bewegungsfreiheit bei grösstmöglicher Stabilität. Dies ist dank den elastischen Bandscheiben möglich, die zwischen den Wirbeln fest verwachsen sind. Sie bestehen aus einem zähen Faserring, gefüllt mit dem gallertartigen Kern.

Bandscheiben sind lebendig und ernähren sich von nährstoffreicher Flüssigkeit, die sie umgibt. Wie Schwämme, nehmen sie das Wasser bei Entlastung auf und geben es unter Belastung wieder ab. Ist dieses Wechselspiel in Balance, können sie sich immer wieder neu aufbauen und regenerieren. Durch häufiges Sitzen oder Stehen, muskuläre Verkürzungen und einseitige Bewegungsmuster wirkt jedoch ständiger Druck auf die Bandscheiben und die Entlastungsphasen fehlen weitgehend.

Wasser und Nährstoffe können nicht mehr genügend aufgenommen werden. Sie verlieren an Elastizität und Volumen und der Faserring wird rissig. Es kann zur Vorwölbung (Protrusion) oder sogar zum Austritt (Prolaps) von Kernmaterial kommen. Wenn dieses Material auf die umliegenden Nerven drückt, entstehen heftige Schmerzen. Ein Bandscheibenvorfall muss jedoch nicht zwingend operiert werden. Mit einer geeigneten Therapie kann sich die Bandscheibe erholen und ausgetretenes Material vom Körper resorbiert werden.

Hier hat sich die WBA-Therapie als sehr effektiv erwiesen, in Verbindung mit dem spiraldynamischen Muskelkettentraining für den Langzeit-Aufbau.

Skoliose

Als Skoliose wird eine pathologische seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule bezeichnet, mit gleichzeitiger Verdrehung der Wirbelsäule um die Längsachse. Je nach Grad der Ausprägung hat eine Skoliose gravierende Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen. 90 % der Skoliosen gelten als idiopathisch (ohne erklärbare Ursache).

Beobachtungen von Dr. med. Richard Smíšek aus Prag lassen einen Zusammenhang mit einer schwierigen Geburt vermuten und damit verbundener Schädigung von Gehirnbereichen, die für die Koordination der Rückenmuskulatur zuständig sind. In solchen Fällen braucht es lebenslange Begleitung der Betroffenen mit Therapie und täglichen Übungen.

Skoliosen, die im erst im Jugend- und Erwachsenenalter entstehen, haben jedoch einen anderen Hintergrund. Psychische Belastungen sind eine mögliche Erklärung, wie beispielsweise die Trennung der Eltern.

Funktionelle Skoliosen hingegen kompensieren eine Beinlängendifferenz. Meistens ist die Ursache jedoch nicht zwei ungleich lange Beine, sondern ein Beckenschiefstand. Das lässt sich mit der WBA-Behandlung korrigieren. Um die muskuläre Balance wieder herzustellen, ist ein Training erforderlich. Ausgezeichnete Ergebnisse konnten mit dem spiraldynamischen Muskelkettentraining nach Dr. med. Richard Smíšek erzielt werden.

geeignete Therapieformen bei dieser Art von Rückenschmerzen:
geeignete Therapieformen bei dieser Art von Rückenschmerzen:

Facettensyndrom

Eine weitere häufige Ursache von Rückenschmerzen ist die Überlastung der kleinen Wirbelgelenke, auch Facettengelenke genannt. Diese Gelenke befinden sich paarweise zwischen benachbarten Wirbeln. Sie ermöglichen gezielte Bewegungen der einzelnen Wirbel und sorgen gleichzeitig für Stabilität.

Wenn die Bandscheiben durch andauernde Druckbelastung an Volumen verlieren, erhöht sich der Druck auf diese Gelenke. Umgebende Bänder erschlaffen und die Wirbelsäule verliert an Stabilität. Gleichzeitig verkleinert sich das Zwischenwirbelloch, durch das die Spinalnerven aus dem Rückenmark austreten. Die Nervenwurzeln können gereizt werden und Schmerzen in Oberkörper, Arme und Beine ausstrahlen.

Die Facettengelenke selber reagieren auf die erhöhte Belastung mit schmerzhafter Entzündung und Verschleisserscheinungen, es entsteht eine Wirbelgelenkarthrose. Hält dieser Zustand über Jahre an, versucht der Körper mit einem natürlichen Reparaturmechanismus die Stabilität der Wirbelsäule wieder herzustellen. In den Bandstrukturen um die beschädigten Bandscheiben herum entstehen Kalkeinlagerungen. Die Haltemuskulatur wird entlastet und Rückenschmerzen lassen nach. Die Wirbelsäule verliert jedoch einen Teil ihrer Beweglichkeit.

Bei dieser Art von Rückenschmerzen besteht das Therapieziel darin, die Facettengelenke zu entlasten, Entzündungsschmerzen abzumildern und so die Versteifung der Wirbelsäule aufzuhalten. Dies geschieht durch die Behandlung auf dem Schwingkissen, wodurch Bandscheiben zu verstärkter Flüssigkeitsaufnahme und Regeneration anregt werden. Unerlässlich ist hier ein begleitendes Training für den Aufbau der spiralen Muskelketten, um die Bandscheiben und die verspannte Rückenmuskulatur zu entlasten.

Hexenschuss

Wen es schon mal erwischt hat, der kennt den heftig einschiessenden Schmerz im unteren Rücken, der ohne Vorwarnung eintritt nur allzu gut. Oft ist die Ursache eine Verkürzung der Muskeln und Faszien auf der Rumpfvorderseite, bedingt durch häufiges Sitzen und vornüber gebeugte Arbeitshaltung.

Diese Spannung kann sich akut verstärken, wenn man z.B. einen schweren Gegenstand aus dem Kofferraum hebt oder sich nach der Gartenarbeit abrupt aufrichten will. Um den Rücken gegen diese nach vorne ziehende Kraft aufzurichten, muss die Rückenmuskulatur eine verstärkte Gegenkraft aufbringen. Dadurch erhöht sich der Druck auf die Bandscheiben dramatisch. Das Gehirn registriert die Gefahr einer Beschädigung der Bandscheiben im Lendenbereich und sendet einen starken Alarmschmerz.

Der Hexenschuss oder Lumbago ist somit eine Schutzreaktion des Körpers, aber auch ein Warnsignal. Er ist ein Hinweis auf mögliche Schäden an den Bandscheiben und lässt eine muskuläre Dysbalance vermuten. Mit Wärmeanwendung und Entspannung vergeht der Schmerz oft wieder.

Eine WBA-Behandlung kann hier sehr unterstützend wirken, um den Körper schnell in die Entspannung zu führen und überschüssige Energie abzuleiten. Zusätzlich braucht es gezielte Dehnungsübungen für die Rumpfvorderseite, die der Patient selber ausführen kann.

geeignete Therapieformen bei dieser Art von Rückenschmerzen:
geeignete Therapieformen bei dieser Art von Rückenschmerzen:

Ischias-Syndrom

Der kleinfingerdicke Ischiasnerv ist der stärkste Nerv in unserem Körper. Gebildet wird er von Nervenfasern aus dem Segement der zwei untersten Lendenwirbel sowie des Kreuzbeins.

Durch Reizung des Ischiasnervs entsteht die Ischialgie, ein Schmerz der über die Gesässmuskulatur bis in die Beine ausstrahlt. Bestehen gleichzeitig auch Rückenschmerzen, wir dies als Lumboischialgie bezeichnet. Ein Bandscheibenvorfall in der unteren Lendenwirbelsäule, der die Nervenwurzel reizt, kann die Ursache sein.

Verschiedene weitere Umstände können zu einer Ischialgie führen. Zum Beispiel Verspannungen der tiefen Gesässmuskulatur, die den Ischiasnerv umschliesst. Der Hintergrund dabei ist oft eine Abschwächung der äusseren Gesässmuskeln, die wir zum Gehen benötigen. Die tiefen Gesässmuskeln kompensieren dies und arbeiten doppelt so hart. Sie neigen zu Verkürzung und Verhärtung. Ausgelöst durch langes Sitzen, Überanstrengung oder Tragen des Geldbeutels in der Gesässtasche, kann es zum sog. Piriformis-Syndrom kommen.

Mit Dehnung und Massage kann hier wirksam geholfen werden. Auch in diesem Fall ist ein begleitendes neuromuskuläres Training äusserst sinnvoll, bei dem die spiralen Muskelketten gestärkt werden und die natürliche Gangkoordination aktiviert wird. Auf diese Weise werden die tiefen Gesässmuskeln entlastet und die oberflächlichen trainiert.

Spinalkanalstenose

Eine Verengung des Spinalkanals kann sich im Hals- oder Lendenbereich ausbilden. Durch angeborene Faktoren wie ein ausgeprägtes Hohlkreuz, Fehlbildungen der Wirbelsäule oder durch Gleitwirbel entsteht Platzmangel und Druck auf das Rückenmark. Nervenfasern und Blutgefässe werden gereizt und in ihrer Funktion beeinträchtigt.

Weitaus häufiger ist eine Spinalkanalstenose jedoch die Folge von Degeneration der Bandscheiben und damit verbundenen Erscheinungen wie Bandscheibenvorfall, Verknöcherung an den Wirbelkörpern und Facettengelenken. Typische Symptome sind Schmerzen beim Gehen. Der Schmerz muss jedoch nicht von den gereizten Nervenwurzeln kommen. Manche Fachleute gehen davon aus, dass das Gehirn einen Alarmschmerz sendet, um die Bandscheiben vor Beschädigung zu schützen. Diese Annahme bestätigt sich, wenn der Schmerz durch Entlastung der Bandscheiben und Aufrichtung der Wirbelsäule nachlässt.

Dies kann mit Dehnung der Hüftbeuger und der Rumpfvorderseite sowie durch Kräftigung der Bauch- und Gesässmuskulatur erreicht werden.

geeignete Therapieformen bei dieser Art von Rückenschmerzen:

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Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!